
Fühlende, die denken
Fine-Art-Prints
Zur Entstehung der Reihe
Die Bildreihe "Fühlende, die denken" entstand nicht aus einem künstlerischen Konzept, sondern aus einer inneren Notwendigkeit heraus. Über viele Monate hinweg entwickelte sie sich im täglichen Malen – als wiederkehrende Praxis des Wahrnehmens, Haltens und Ordnens von Gefühlen.
Das Malen wurde zu einer stillen Form der Sammlung. Die Portraits entstanden nicht als Abbild konkreter Personen, sondern als Annäherungen an emotionale Zustände. Mit der Zeit wurde aus dieser Praxis eine fortlaufende Untersuchung.
Die Reihe versteht sich weniger als abgeschlossene Antwort, sondern als Einladung, Emotionen als etwas Bewegliches und Gemeinsames zu betrachten.

Zur Edition
Die hier gezeigten Arbeiten werden als limitierte Fine-Art-Prints angeboten.
Jeder Print basiert auf einer sorgfältigen Reproduktion des Originals und wird auf hochwertigem Künstlerpapier gedruckt. Ziel ist es, die feinen Übergänge, die Oberflächen und die Atmosphäre der Arbeiten so nah wie möglich zu erhalten.
Die Editionen sind bewusst klein gehalten.
Jeder Print wird einzeln geprüft, nummeriert und signiert.

Die Arbeiten
I - X

I WUT
„Wut“ entstand aus einem Zustand innerer Überforderung – eine malerische Annäherung an ein Gefühl, das sich verdichtet, bevor es sich wandelt. Die Arbeit untersucht nicht nur die Emotion selbst, sondern ihre Bewegung: wie Wut aufsteigt, sich sammelt und Richtung bekommt.
Der Prozess war eine stille Klärung, getragen von Fragen wie: „Worin zeigt sich Wut?“ und „Wie verändert sie sich im Verlauf der Stunden?“ Das Bild wird so zur Spur einer emotionalen Meditation – ein Moment, der weiterwirkt, lange nachdem er entstanden ist.

II SICH-FREMD-SEIN
„Sich-Fremd-Sein“ entstand aus einem Zustand innerer Verschiebung.
Die Arbeit nähert sich dem Gefühl nicht als Bruch, sondern als leises Auseinanderdriften – wie die eigene Wahrnehmung kurz auseinanderfällt und Nähe zu sich selbst abnimmt.
Im Malprozess ging es weniger um eine klare Deutung als um das Beobachten dieses Zwischenraums: Wann fühlt man sich noch präsent, wann bereits leicht entrückt?
So bleibt das Bild als Spur eines Zustands bestehen – still, fragil und offen für eigene Lesarten.

III VERANTWORTUNGSGEFÜHL
„Verantwortungsgefühl“ zeigt einen stillen inneren Entschluss – ein Moment, in dem sich Gewicht sammelt, ohne nach außen zu drängen. Die geschlossenen Augen, die schweren Züge und die klaren Linien lassen eine ruhige Erdung spürbar werden.
Die Arbeit macht sichtbar, wie Verantwortung als Verdichtung entsteht: ein konzentriertes Ordnen der Kräfte, bevor Handlung möglich wird. Ein Zustand zwischen Ohnmacht und Klarheit, in dem sich Haltung formt, lange bevor sie äußerlich erscheint.

IV HOFFNUNG
„Hoffnung“ zeigt einen Moment des leisen Aufatmens – ein innerer Zustand, der sich vorsichtig nach außen bewegt. Die Figur hebt den Blick aus einer Schwere heraus, nicht fordernd, sondern tastend. Die Linien beginnen sich zu lösen, als würde etwas Helles den Raum füllen, noch bevor es greifbar wird.
Die Arbeit macht spürbar, dass Hoffnung kein fertiges Gefühl ist, sondern ein zarter Impuls: ein erstes Anheben im Körper, bevor der Gedanke folgt. Ein Zwischenraum zwischen Erschöpfung und Aufbruch – ein stilles Wiedererwachen, noch zögerlich, aber spürbar.

V ANGST
„Angst“ zeigt einen inneren Moment zwischen Schutz und Anspannung – ein Gefühl, das sich verdichtet, bevor Worte möglich werden. Die Figur verhüllt das Gesicht, während die offenen Augen Wachsamkeit signalisieren.
Die Arbeit macht spürbar, wie körperlich Angst ist: ein inneres Beben, das sich erst sammeln muss, bevor es sich verwandelt.

VI VERTRAUEN
„Vertrauen“ zeigt einen Moment des Loslassens – ein inneres Öffnen, das nicht drängt, sondern sich sanft an etwas Unsichtbares anlehnt. Die geschlossenen Augen, die weichen Übergänge und die fast schwebende Haltung lassen eine ruhige Hingabe spürbar werden.
Die Arbeit macht Vertrauen als Körperzustand sichtbar: ein vorsichtiges Nachgeben zwischen Kontrolle und Offenheit, ein kurzer Zwischenraum, in dem das Innere nicht mehr gegenhält, sondern sich bewegen lässt. Ein leises Einverständnis mit dem, was gerade trägt – noch bevor Klarheit entsteht.

VII GEFÜHLLOSIGKEIT
„Gefühllosigkeit“ zeigt einen Zustand nahezu ohne innere Bewegung – ein Zusammenziehen, das schwer wirkt, aber nicht fällt. Die vertikalen Linien und die gedämpfte Mimik lassen einen Moment entstehen, in dem Emotion sich zurückgezogen hat und nur als leiser Nachhall sichtbar bleibt.
Die Arbeit zeigt Gefühllosigkeit als Pause: ein Zwischenraum zwischen Überforderung und Erholung, in dem weder Reaktion noch Widerstand spürbar ist. Ein stiller Zustand, der Ordnung schafft, bevor das Innere sich erneut öffnet.

VIII LEIDENSCHAFT
Leidenschaft“ zeigt einen Moment, in dem ein innerer Funke den ganzen Körper erfasst. Die Figur wirkt von einer Energie durchströmt, die sich weit öffnet und nach außen trägt – offen, warm, in Bewegung.
Die Arbeit macht Intensität als körperlichen Zustand sichtbar: fließende Linien, weiche Verwischungen, leichte Ausbrüche, die die Konturen aufbrechen. Ein Zwischenraum zwischen Kontrolle und Hingabe, in dem Gefühl nicht zurückgehalten wird, sondern Raum gewinnt.

IX SCHAM
„Scham“ zeigt einen Moment des reflexhaften Rückzugs – ein inneres Zusammenziehen, das entsteht, bevor Worte möglich werden. Die Figur verbirgt das Gesicht nicht aus Flucht, sondern aus dem Bedürfnis, der eigenen Sichtbarkeit kurz zu entkommen. Die weichen Übergänge und verhüllten Partien erzeugen einen stillen Schutzraum.
Die Arbeit macht spürbar, dass Scham kein Drama ist, sondern eine feine Verdichtung: ein instinktives Schrumpfen der Präsenz, ein Zwischenraum zwischen Wahrnehmung und Rückzug. Ein Gefühl, das Grenzen markiert und Verletzlichkeit sichtbar macht, noch bevor sich der Körper wieder öffnet.

X LIEBE
„Liebe“ zeigt ein leises Öffnen – eine Bewegung, die nicht überwältigt, sondern sich vorsichtig entfaltet. Die Figur löst sich aus innerer Spannung, als würde ein erster warmer Impuls sichtbar.
Weiche Übergänge und fehlende Segmente erzeugen einen Raum, in dem Nähe durchscheint: unfertig, aber echt. Die Arbeit macht spürbar, dass Liebe oft im Zwischenraum entsteht – ein Annähern, das noch tastet, aber bereits Resonanz trägt.
FAQ
Wann wird verschickt?
Die Lieferzeit liegt bei 8–12 Wochen.
Jeder Fine-Art-Print wird einzeln farbverbindlich fotografiert, auf Hahnemühle-Papier gedruckt, von mir handsigniert und mit einem Echtheitszertifikat ausgestattet. Dieser sorgfältige Prozess benötigt Zeit und garantiert die Atelierqualität jeder Edition.
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Wie sieht das Zertifikat aus?
Handnummeriert, datiert, mit kurzer Werkbeschreibung, persönlicher Widmung und Siegelstempel.
Kann ich einen Rahmen bestellen?
Ja, optional mit Conzen. Genaueres besprechen wir nach deiner
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Debit-/Kreditkarten und Vorkasse.


































